Windfahne mit Stärketafel (nach Wild)

Die WILD'sche Windfahne findet fast nur noch im Klimadienst Verwendung. Es handelt sich hier um ein sehr einfaches Messgerät für die Windrichtung und Windstärke, das aus einer rechteckigen Blechtafel besteht, die durch eine Windfahne immer senkrecht zum Wind gestellt wird.
Je nach der Windgeschwindigkeit wird die Blechtafel vom Winddruck verschieden hoch gehoben. Sie zeigt an den Stiftmarken des Gradbogens die jeweilige Windstärke an.

Die Bestimmung der Windrichtung erfolgt durch Vergleich der Stellung der Windfahne mit dem die vier Haupthimmelsrichtungen anzeigenden Richtkreuz, bei welchem die Nordrichtung durch ein "N" gekennzeichnet ist. (Ostrichtung fehlt auf dem Bild)
Zwischen den Gradbogenmarken, der Windgeschwindigkeit in m/s und der Beaufortskala bestehen folgende Beziehungen:

(Auszug aus "Leitfaden für die Ausbildung im Deutschen Wetterdienst" 1969)



Gradbogenmarke m/s Beaufort
1 0 0
2 2 2
3 4 3
4 6 4
5 8 5
6 11 6
7 14 7
8 20 9


Die Gradbogenmarken im Detail
Link zum legendären Windmesser
90z von R. Fuess, Berlin Steglitz

Nachtwolkenscheinwerfer von Pintsch-BAMAG

Dieser Scheinwerfer diente nachts zur Bestimmung der Wolkenuntergrenze. Mit Hilfe eines Pendelquadranten wurde der Höhenwinkel zum Lichtfleck an der Wolke  gemessen. Bei einer bekannten Entfernung zum Wolkenscheinwerfer (mind. 200-250m) konnte die Untergrenze der Wolke berechnet werden.






Die Aufstellung des Scheinwerfers erfolgte auf einem Betonsockel mit einer Abweichung der Senkrechtstellung von weniger als 1°.
Der erzeugte Lichtstrahl hat bei guter Justierung der Lampe einen Streuwinkel von max 2°.

Dabei können Wolkenhöhen bis über 1000 m gemessen werden.
Blick in den Scheinwerfer mit einer 24 Volt/500 Watt "Lichtwurflampe" darunter der Parabolspiegel mit 60 cm Durchmesser, links eine Verstelleinheit zur genauen Justierung der Lampe im Fokus des Spiegels.
Der bogenförmige Heizstab diente zum Abschmelzen einer Schneedecke auf der Glasabdeckung und zur Verhinderung von Tauansatz.

    Quecksilber Stationsbarometer                                           Skala                                                               Thermometer













Quecksilber Stationsbarometer zur genauen Bestimmung des Luftdrucks auf Ortshöhe.

Dazu sind verschiedene Korrekturen anzuwenden.
1. die Temperaturkorrektion mit Hilfe des Thermometers
2. die Schwerekorrektion in Abhängigkeit von der      geographischen Breite,
3. die Höhenkorrektion über NN,
4. die Gerätekorrektion

Dieser berechnete Wert kann mit der Barometrischen Höhenformel unter Berücksichtigung der Außentemperatur auf Meereshöhe umgerechnet werden.

Beispiel für eine Stationshöhe von 201,3m:



Sonnenscheinschreiber nach Campbell-Stokes

Der Schreiber besteht aus einer massiven Glaskugel mit einem Durchmesser von ca. 96 mm. Der Brennpunkt liegt in einer metallenen Kugelschalenzone, in die ein schwarzer Papierstreifen eingeschoben wird.
Im Fokus der Glaskugel wird bei Sonnenschein eine Strichspur in den Streifen eingebrannt.
Die Achse muss in der Höhe auf die jeweilige geographische Breite und in der Ausrichtung auf 12 Uhr Ortszeit (WOZ) eingestellt werden.
An 3 Rändelschrauben wird die exakte horizontale Lage mit Hilfe der Libelle eingestellt.

Der unten am Bindfaden hängende Stift wird zur Fixierung des Streifens durch eine Öffnung in der Kugelschale an der 14 Uhr Markierung eingestochen und dient später bei der Auswertung zur Kontrolle, ob der Streifen richtig eingelegt war.

Um die Sonnenscheindauer über das ganze Jahr auszuwerten, sind je nach Jahreszeit Streifen unterschiedlicher Krümmung und Länge erforderlich.
Daher auch die verschiedenen Nutenpaare in der Kugelschale.



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